Donnerstag, 11. Juli 2013

zu Gast bei Freunden

Da ich schon länger nicht mehr am Edersee war, sollte es dieses Wochenende endlich mal wieder soweit sein. Leider hatte mein Bootspartner Laufi hausbedingt keine Zeit, so dass ich mich um eine Alternative bemühen musste. Schnell fielen mir meine zwei Kumpels aus Nordrhein-Westfalen ein, die mir schon in der Woche zuvor einige Fotos von tollen Barschen sendeten.
Nach kurzer Rücksprache mit Lennart und Manuel packte ich mein Angelzeug ins Auto und legte mich nochmal für ein paar Stündchen ins Bett. Schließlich musste ich ja schon um 4 Uhr am See sein.
Wir waren pünktlich um 4.30 Uhr auf dem Wasser. Ich war bei Lennart auf dem Boot, Manuel hatte ein eigenes dabei.
Es war 13 Grad warm und der See spiegelglatt. Einige Barsche raubten an der Oberfläche und auch mein erster Fisch des Tages war ein Topwater-Barsch. Die nächsten drei Stunden vertrieben wir uns mit einigen kleineren und mittleren Barschen um die 30 cm und der Stellensuche.


Als sich auch bis 9 Uhr nicht mehr viel getan hatte, sank unsere Motivation zusehends.
Nun kam die Sonne doch noch einmal zum Vorschein und wir probierten es am Spot von morgens erneut. Zwei kleineren Barschen und einem 35er von mir folgte dann dieser fette 46er von Lennart.


Der Tag war gerettet. Nach einem schönen Foto durfte der Barsch wieder schwimmen. Plötzlich war die Motivation wieder da und es dauerte nicht lange, da war auch meine Rute krumm. Endlich, der erhoffte Dickbarsch. 41 cm und es sollte nicht der letzte sein.


Nach weiteren schönen Barschen gab es bei mir noch einmal einen brutalen Einschlag und einen spannenden Drill. Der Barsch wollte nicht nach oben kommen und bockte, gab Kopfstöße ab und nahm Schnur. Lennart konnte ihn jedoch kurze Zeit später zum Glück sicher keschern.
Mein größter Barsch lag nun vor mir und wollte fotografiert werden ;). Wow, so ein fettes Teil. 49,5 cm und bestimmt über 2,5 kg.



Wir waren alle happy und fischten noch ein wenig weiter. Doch die Barsche hatten ihr Fressen schnell wieder eingestellt. Einen 40er erwischte ich noch. Dann war aber Schluss. Ich hatte ja auch noch eine ganz schöne Autofahrt vor mir. Doch mit drei 40+ Fischen im Gepäck ging diese rasend schnell vorbei. Die Fische waren natürlich nicht im Gepäck; sie schwimmen wieder ;).

Vielen Dank nochmal an Lennart und Manuel.




Montag, 24. Juni 2013

Ein unvergesslicher Tag...

Angetrieben von der endenden Zanderschonzeit, hieß es für uns wieder "auf zum Edersee".
Da ich zuvor schon einige Informationen bzg. Stellen und Köder eingeholt hatte, stand für uns fest, dass wir es in Asel probieren werden. Also fuhren wir zu dritt um 4 Uhr los, Richtung Talsperre. Niko Lauer, ein Angelkollege begleitete uns bei der Zanderjagt, was sich später als echtes Highlight herausstellen sollte.
Der Morgen wurde leider durch einen Unfall mit größerer Umleitung und einem totgefahrenen Waschbär etwas überschattet, aber das war am Wasser wieder schnell vergessen. Wir ließen unser Boot zwichen Asel und Herzhausen zu Wasser und fuhren zu den alt bekannten Hot Spots - die aber leider fast alle durch ansitzende Uferangler gelegt waren. So war es uns kaum möglich die vermuteten Zanderstandplätze anzuwerfen, trotzdem versuchten wir unser bestes.
Wie auch schon die letzten Wochen zuvor zauberte Laufi mit einem seiner ersten Würfe einen stattlichen Barsch an die Oberfläche. Der rosafarbene FSI hatte mal wieder zugeschlagen. 


Kurz darauf der zweite bessere Barsch auf Gufi von Niko.


Sichtlich davon motiviert jiggten wir die komplette Stelle ab, leider blieb der Erfolg aus und der Wind nahm an stärke weiter zu. Wir wechselten die Stelle und fuhren weiter das Ufer entlang (soweit es der Wind zuließ). Laufi als Steuermann konnte einem da richtig leidtun. Es war kaum möglich das Boot einigermaßen auf Kurs zu halten.
Biss, der nächste schöne Barsch von Laufi kam ins Boot, noch beim abhaken und Fotografieren durch Niko, nutzte ich die Chance auf einen Nachläufer. Ich warf meinen Shaker nur 3 Meter aus und hoffte den Schwarm noch zu erwischen. Nachdem ich den ersten Biss verhauen hatte, saß der zweite und was für einer, 44cm pure Schönheit.



Wow, was ein Auftakt, aber wo waren die Zander?
Wenn man vom Stachel-Teufel spricht, ein starker Ruck an der Baitcaster von Laufi verriet, hier muss was Größeres dran sein. Er konnte den Fisch am anderen Ende der Schnur nicht genau einschätzen, da Chrissi das erste Mal mit Mono auf der Daiwa Sol fischte. Die pufferte viele Kopfschläge weg, aber dass dieses ein Zander war der in die Tiefe wollte, war uns trotzdem klar.


Da auch an dieser Stelle nicht mehr viel ging und wir nicht mehr weiter Fische suchen wollten, fuhren wir an die erste Stelle von heute Morgen. Beim entlangfahren des Ufers, erwischten wir noch ein paar Barsche beim Jiggen.

Angekommen an alter Stelle, brach die Sonne nun immer öfter durch die Wolken und es wurde wärmer. Spitzende Brutfische an der Oberfläche verrieten uns Aktivität. Mit jedem Wurf berührte man dutzende Weißfische, nur die Barsche wollten nicht so recht auf unsere Gummifische einsteigen.

Niko wechselte von Gummi auf Hartbaits, er machte sich einen 79 DD Squirell von Illes (Farbe Bone) an den Snap. Kurze Zeit später fing Niko einen 44er, 46er Barsch und verlor noch einen deutlich besseren Kämpfer...



Wir staunten nicht schlecht!!!  Niko hatte mal wieder den Köder gefunden, zwei so schöne Barsche auf Wobbler - Grund genug auch auf Hardbaits um zu steigen. Ich hatte den Illex noch nicht montiert, da kam der nächste ü40er von Niko zum Vorschein. Jetzt lief es.


Nach weiteren schönen Fischen an die 40 cm, gab es nochmal einen hammerharten Einschlag in meiner Rute. Die Edge Master ging in die Knie und mein Puls in die Höhe.

Wenn das ein Barsch ist, rief ich den anderen zu, ist es ein guter, und so war es. Ein riesiger Fisch lag kurze Zeit später in meinen Händen.


Das Maßband blieb bei 49cm stehen....


wow, mein schönster Barsch. Ich war Happy und konnte es kaum glauben. Wir hatten viele schöne Barsche und es ging noch weiter.

Niko fing einen weiteren ü40er Barsch und wir noch 37-39cm Barsche. Dank Nikos gutem gespühr hatte unser Boot neben vielen 35+ Barschen ganze 11 Barsche über 40ig. 




tight lines, Flo

Mittwoch, 29. Mai 2013

Dickbarsch auf Ansage?

Für uns drei Flo, Jens und mich sollte es ein schöner Angelausflug am Edersee werden. Leider hielten sich die Barsche sehr bedeckt und das erhoffte Rauben nach der langen Schonzeit blieb uns nochmals verwehrt. So hieß es wieder einmal such die Barsche, was sich an einem großem See manchmal sehr schwer gestalten kann.

Vier geschlagene Stunden fanden wir ausser kleinen Hechtfritten nicht einen Barsch, der beißen wollte.

Eine Woche zuvor fingen wir in der nähe von Brinkhausen schöne Barsche, nicht die Masse an Barschen, aber dafür die Klasse war dabei. Um die Stimmung hoch zu halten witzelte ich rum, "Jungs wir müssen nach Brinkausen fahren an die Stelle mit dem Busch, da stehen die Dicken ;-)". Keiner von den Beiden inklusive mir glaubte so richtig an diesen Gedanken, aber einen Versuch war es wert und aufgeben wollte keiner von uns.  Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob wir später eine gute Stelle gefunden hatten oder die Barsche dank der Sonne endlich beissen wollten.

Angekommen am Hotspot von letzter Woche brachte gleich der erste Wurf einen 37er Barsch.




Wir drifteten parallel zum Ufer, entlang auf einer Wasssertiefe von 3-8 Meter. Motiviert von dem schönen Barsch sagte ich noch: "Hier am Ende von den Stegen ist immer eine gute Stelle für Barsche". Oft genug geht man allerdings auch leer aus, aber nicht an diesem Tag. Denn genauso wie mein Köder hieß, verlief auch der ganze Tag, Easy shiner 3´ - brachte den nächsten 42er Barsch und kurze Zeit später einen 44er Barsch.




Es war für mich seit längerem ein absolut geiler Barsch-Tag. Zwei ü40er im wärmerem Wasser mit light-rig (einer Illex light-rig mit 1000er Biomaster).

Danach verließ mich mein Glück genauso schnell wie es gekommen war und meine Freunde waren an der Reihe! Sie fingen mehrere Barsche bis 30 und ließen mich nur noch zuschauen.


Zuschauen wandelte sich in staunen und Keschern eines besseren Hechtes. Jens hatte einen Hecht im drill, der immer wieder Schnur von der Baitcaster (Megabass IS63L LARIAT) abzog. Von Vorteil ist die sehr sanfte Freigabe der Schnur, im Gegensatz zu manch anderen hochklassigen Modellen arbeitet die Bremse ruckelfrei.
Nachdem zuvor  ein metriger Hecht bis ans Boot folgte und leider doch nicht beissen wollte, konnte dieser 90er Hecht dann doch nicht widerstehen.



Nachdem der Hecht das Boot verlassen durfte, endete auch für uns das Angeln auf dem Boot.