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Sonntag, 17. Mai 2015

S–Waver 168S

Jedes Jahr scheint ein neuer Ködertyp auf den Angelmarkt zu kommen. Meistens ist es nicht wirklich etwas Neues, sondern etwas bereits Entdecktes oder nur regional Bekanntes. 
In Amerika gibt es schon seit ein paar Jahren wieder die nächste Welle, mit einer Gruppe von Anglern die ausgerückt sind, um die etwas größeren Fische zu fangen.

Beschaffenheit:
Köder die aus zwei Teilen bestehen, werden schon länger von Glidin Bait Fans benutzt. Diese Baits werden stark unterschätzt, aber genau da liegt ihre Stärke. Viele Fische kennen diese Art von Ködern noch nicht, oder können diesem sehr natürlichen Lauf nicht widerstehen. Die zweiteiligen Plastik Baits sind zum Teil sehr detailliert verarbeitet, was noch von der gewählten Farbe unterstützt werden kann.


Performence:
Ich fische den S-Wave 168 an einem 6 Kg Xzoga Blang (einer Heavy rod) irgendwo zwischen 15 und 55g. Es ist natürlich Geschmacksache, aber für mich lässt sich der Köder am besten mit einer Baitcaster und einer Übersetung von 1:7.0 einholen.
Wenn man die entsprechende Art, den Bait einzuholen, gefunden hat, öffnet einem der S-Waver eine Tür, um große Fische fangen zu können. 


17.04.2015
Es gibt verschiedene Arten diese Köder zu führen/einzuholen. Diese Jungs beschreiben die verschiedenen Köderführungen echt super --> S-wave Köderführung. Bei meinem Gewässer hat sich bewährt 8-15 Kurbeldrehungen mit anschließend 1-3 leichten twitches durchzuführen. Da der Köder recht langsam durch die Wassersäule fällt, etwa 30 cm pro 1-2 Sekunden, ist der Einsatzbereich hauptsächlich auf die flacheren Bereiche beschränkt. Dieses natürlich sinkende Verhalten lässt den Köder ganz anderes Anbieten und Führen, im Vergleich zu einem Gummifisch mit Jig. 
Döbel 62 cm


vergleichbare Modelle:

S-Curver 170 SI           (Balzer)
Real Jerk 170               (Jackson)
Freddy cat walk 170     (Illex)






!!Give this bait a break!!



 

Dienstag, 8. Januar 2013

BBZ-1 in 4" Swimbait von Spro

Motiviert von den schönen Barschen, die wir gestern am Edersee gefangen hatte, ging es am 06.01.2012 doch noch mal auf Stippvisite an die Lahn.
Als Combo wurde eine Major Craft Slicer M mit einer Daiwa sol - Tuninglager (alphas F) mitgenommen. Von Flo des öfteren benutzt, der SPRO BBZ-1 in 4inch. Dieser Köder wurde vor Wochen in einem Kaufrausch bei angel-discount24 bestellt und sollte bei der heutigen Tour mein Hauptköder werden.




Der erste Spot war schon mal sehr gut für einen Swimbait, da er mit einer maximaltiefe von 2m auch nicht wirklich tief ist. Nach einer der ersten Würfen, ein "tock" Grundkontakt ?, dann schnell die Rute höher genommen um zu verhindern, dass der Köder am Boden hängen bleibt. Doch der zweite "tock" während des selben einholen, brachte einen 55er Hecht. Scheint ja was zu können der Kleine, mit seinen 10 cm.

Die nächsten Würfe blieben ohne erfolg und wurden zudem immer riskanter, um doch noch einen unwilligen Hecht zum beissen zu bewegen. So musste es ja kommen, dass der letzt "tock" in einem Hänger endet.
Ist schon verdammt blöd, wenn man ausgerechnet den Köder verliert, in den man gerade vertrauen gewonnen hatte. Also schnell mit dem Rad nach Hause gefahren und die Wathose geholt.
Der Köder konnte geretet retten, aber meine Buxe ist vom überlaufendem Wasser nass geworden - war doch ein bisschen zu tief - ausblenden weiter angeln.
Jetzt wo die Wathose schon angezogen war, konnten der Spot von anderen Stellen beangelt werden. Den Köder schräg in die Strömung geworfen und während des einholens unter einen Busch treiben lassen. Ein kurzes ziehen an dem Köder direkt vor meinen Füssen, anhieb - sitzt. Da kommt der Hecht mir schon entgegen um seine letzten zwei Fluchten zu machen - kurzes Fotoshooting - 3 flucht in seine Freiheit.


Fazit: Der BBZ-1 ist mit seinen 28g in der schnell sinkenden Version ein guter Köder für eine Rute der "M"-Klasse. Er ist zwar mit einer Länge von 10 cm ein kleiner Köder für einen Hecht, weist aber durch seinen gedrungenen Körper eine größere Silhouette auf, d.h. er ist nicht sehr groß, kommt aber ziemlich kräftig daher und durch die ausbleibende Tauchschaufel bietet er kaum wiederstand beim einholen.
Viel überzeugender ist sein Lauf, der sich wie ein echtes Fischchen durchs Wasser schlängelt. Wenn jetzt ab und an kleine twitches eingebaut werden, dann ist die künstliche Imitation perfekt.
Dieser Köder hat sich auf jeden fall einen festen Platz in der Zauberbox für´s "medium" Tackle verdient.

Sonntag, 25. November 2012

Hairy Mary von Quantum


In letzter Zeit ist mir die Hairy Mary des öfteren über den Weg gelaufen. Wie es bei mir so mit Kunstködern ist, wenn sie mir gefallen, kaufen ;-)




An einem Tag an dem nun gar nichts zu funktionieren mag, kam die Stunde des Hairy Mary. Wir angelten einen ganzen Tag lang vertikal und bekamen nicht einen Biss. Alle meine Köder, auf die ich bisher gut gefangen hatte, fingen nichts. Wie es so immer ist, wenn gar nichts mehr geht, probiert man einen neuen Köder aus, der dann meistens auch nichts fängt. 

Also eine neue Packung Hairy Mary in Hot Brownie aufgemacht ung angeknüpert. Keine Ahnung wie lange ich noch geangelt habe, plötzlich war da dieses „krababel“ in der Rute, anhieb, nichts, scheiße, aber immerhin ein Biss. Noch in der selben Drift, dann wieder ein kräftiger Tock in der Rute und nach kurzem aber hartem Drill, kam ein Barsch nach oben. Mein Freund meinte gleich, da is´er dein 50er und er sollte recht behalte. An dem Tag lief an dieser Stelle nichts mehr. 

Kaum eine Woche später, ich wieder an der selben Stelle, mit selben Köder, aber in einer anderen Farbe (Fire Tiger) da es heute ein bisschen mehr bewölkt war. Ein weiteres Boot war schon dar, und hatte nen 46er Barsch und nen 60er Zander, wieder hatte ich einen Fehlbiss, bzw. einen Aussteiger. Köder kontrolliert und erneut abgelassen. Beim ablassen des Köders zum Grund wollte ich gerade das Anzupfen beginnen, da fühlte ich gleich einen Biss, ich mach es kurz wieder ein ü 50er. Danach kam noch ein 70er Zander und 25er Barsch. Für mich steht fest, der Köder ist schon mal ne Bank auf dicke Barsche. Denn nur glück kann es ja auch kaum sein, denn ich war niemals alleine an der Stelle, und nur der Hairy Mary hat so richtig gerockt. 

Die „haarige Marie“ ist von Quantum und verdankt ihrem Namen dem beharrten Körperteil   :fiesgrins:       Mehr als 10 Fransen am ende des Köders wedeln bei langsamer Führung, oder gehen zappelnd auseinander wenn der Köder den Boden berührt. Könnte also auch ein Köder für die kalte Jahreszeit beim vertikal Angeln sein. 

Köderführung:
Kurz unter der Wasseroberfläche kann man sehr gut sehen, wie selbst bei kleinen Zupfen, die Fransen verführerisch im Wasser tanzen. Ich würde der Hairy Mary eine langsame Köderführung zusprächen, in der Köderstopps die Fängigkeit nur noch steigern.
Bei mir kamen die meisten Bisse, wenn der Köder kurz den Boden berührte und nach dem  Anheben des Köders vom Grund für eine bis mehrere Sekunden über Grund gehalten wurde. Die  Fransen spielen hier unglaubliche und haben eine anziehende Wirkung auf Fische. Es kann sogar passieren, dass nur die Fransen des Köders attackiert werden, daher sollte unbedingt ein Stinger (Zusatzdrilling) verwendet werden. 
Die Hairy Mary gibt es in 8 verschiedenen Farben, mit den Größen 10 cm und 14 cm. Alle Sorten haben einen im UV-Bereich fluoreszierenden Fransenschwanz und fallen dadurch bei schlechter sicht besonders gut auf. Durch den Einschnitt an der Bauchunterseite, eigen sich die Köder auch zum angeln mit Off-Set Hacken. Wird nächste Saison von mir als Softjerk ausprobiert und euch berichtet, ob er immer noch so gut gefällt. 
Ich kann mir vorstellen, das Uferangler mit dem Drop-Shot-Rig die Möglichkeit haben, eine ähnliche Köderführung zu vollbringen und den Fransenschwanz tanzen zu lassen ;-)

Ich bin mir sicher, wenn ihr diesen Köder eine Chance gebt, werdet ihr nicht enttäuscht werden. Ich drücke euch auf jedenfall die Daumen für einen dicken Fisch, mit oder ohne Haare  :cool:

gruss, Christian