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Donnerstag, 26. September 2013

Aquasure - Reperatur von Wathosen und Watstiefeln

Schnell ist es einem zugestoßen - da konzentriert man sich aufs angeln und schon bleibt man mit den Watstiefeln an einem spitzen Ast hängen. Löcher in wasserdichter Bekleidung bedeuten aber nicht immer gleich dass aus für ein Kleidungsstück.

Im Internet hatte ich nach einer geeigneten Lösung gesucht, wurde aber leider nicht fündig, oder es gab viele widersprüchliche aussagen. Ich persönlich habe gute Erfahrung mit dem Produkt „Aquasure“ von McNett gemacht.


Dieser Kleber hat sehr gute Klebe-Eigenschaften bei Neopren und Gummi sowie Vinylprodukte (PVC).
Sowohl meine Neoprenwathose sowie auch meine PVC Watstiefel konnten mit diesem Kleber perfekt reparieren werden. Diesen Kleber kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen, da er zudem sehr langlebige Klebestellen garantiert. Meine reparierten Stiefel habe ich seit 2 Jahren im Gebrauch und bis jetzt sind keine Probleme der reparierten Stellen aufgetreten.

Watstiefel (PVC):




Neoprenwathose:




Beschreibung:
Flexibler durchsichtiger Polyurethan-Klebstoff. Die Klebestelle bleibt auch nach dem trocknen flexibel, so dass die beklebte Stelle dauerhaft Wasserdicht bleibt. Schon nach 24 Stunden ist der Kleber restlos ausgehärtet und das PVC oder Neoprenteil wieder für seinen Einsatz bereit. Für mich eines der besten Kleber!!

Tipp: Kleber nach Gebrauch einfrieren – dieses beugt  Austrocknen vor

repariert statt aussortiert,
besten gruss euer Christian

Donnerstag, 1. August 2013

Altersbestimmung bei Barschen - Kiemendeckel

das Alter richtet sich nicht nach der Größe

>>Wozu das Alter bestimmen?
Mit dem Alter des Fisches in Verbindung mit anderen Messwerten (z.B.: Körperlänge oder Gewicht)
lassen sich Rückschlüsse über das Abwuchsverhalten  einer Art erzielen.
Dies gibt Antworten auf die Frage, ob es in diesem Gewässer zur Verbuttung kommt, oder wie schnell die Barsche in einem Gewässer ab wachsen. Wenn die Barsche recht langsam ab wachsen - wie wahrscheinlich ist es, einen großen Barsch zu fangen?

>>Der Grundgedanke:
Genau diese Fragestellung hatte uns interessiert genauer auf unsere gestreiften Räuber zu schauen. Wir hörten damals viel von großen Barschen in anderen Gewässern und sahen uns gegenseitig mit leuchtenden Augen an, wenn wir mal wieder über die Großbarschfänge sprachen. Wir selbst mussten uns in unsrem Gewässer (Lahn bei Marburg) meistens mit Barschen um die max. 32-37cm zufrieden geben. Ein Barsch jenseits der 40ig cm Marke war für uns ein Riese. Wir fragten uns, ob wir an diesen Fischen vorbei Angeln, oder es sie gar nicht gibt. Natürlich kann es auch in nicht so produktiven Gewässern „Großbarsch“ geben, aber die Chance dass gerade diese wenigen Großen auch beißen wollen ist viel kleiner. In einem Gewässer in denen große Barsche langsamer wachsen, muss ein Fisch viel Älter werden, um die gleiche Größe zu erreichen wie schneller wachsende Fische.
Wenn man nun wüsste wie alt der Fisch ist, wäre das Stichwort „Das Alter machts und nicht die Größe“. Trotz all dem Wissen um die Relativität der Größe, ist ein Moppel an der Angeln einfach unschlagbar ;-)

>>Die Theorie:
Fische sind Tiere die keine eigene Körperwärme erzeugen und nehmen so die Temperatur der Umgebung an. Wie alle wechselwarmen Tiere unterliegen auch sie in unseren Breitengraden einem Kalt-Warm-Rhythmus. Durch den Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter wachsen Fische schubweise, im Sommer schneller, im Winter langsamer.
Jahresringe eines Baumes     (R) planet-wissen
Da das Wachstum der Fische Ihr ganzes Leben anhält, kann wie bei den Jahresringen von Bäumen das genaue Alter errechnet werden. Die Schuppen und Knochen der Fische bilden schmale Winterringe mit dunkler Struktur und breite Sommerringe mit heller Struktur. Die Winterringe erscheinen aufgrund des herabgesetzten Stoffwechsels schmal und dunkel, im Sommer durch das hohe Nahrungsangebot und dem schnelleren Wachstum jedoch breit und hell.
Diesen Unterschied in der Struktur benutzt man letztlich für die Altersbestimmung indem die einzelnen Jahresringe gezählt und addiert werden.

>> die praktische Umsetzung
Für die einfachere Bestimmung  empfiehlt sich die Bestimmung der Jahresringe anhand des Kiemendeckels vorzunehmen, da für die anderen Knochenstrukturen (Schuppen und Osteoliten) aufgrund der geringen Größe ein Binokular benötigt wird.

rechts Barsch mit Kiemendeckelknochen (Operculum)

Bei allen Methoden der Altersbestimmung anhand von Knochenstrukturen muss der Fisch jedoch Vorerst weitgerecht getötet werden. Um an den Kiemendeckelknochen (Operculum) zu gelangen, muss die entsprechende Knochenstruktur aus dem toten Tier heraus gelöst werden und sollte gründlich gereinigt werden. Dabei entfernt man unter fließendem Wasser die Haut- und Fleischreste die sich auf dem Knochen befinden. Anschließend trocknet man den Knochen für mehrere Tage in trockener Umgebung. Durch das trocknen lassen sich hellere und dunklere Strukturen noch besser voneinander unterscheiden.


Wenn man den Kiemendeckelknochen nun gegen das Licht hält, erscheinen die Sommerringe transparent und heben sich noch besser gegen die dunkleren Winterringe ab. In dem folgenden Beispielfoto sind die stärksten Wachstumsphasen der Sommerringe mit einem blauen Pfeil markiert. Der Grüne Pfeil markiert das neu angebrochene Lebensjahr. Wenn nun alle Pfeile zusammengezählt werden, errechnet sich ein Lebensalter von 11 Jahren + einem angebrochenen Jahr, diese bezeichnet man dann als 11+ Jahre alt.

    Beispiel eines 51cm Barsches aus dem Edersee

In der Theorie erscheint es einfach zu sein dem Fisch die jeweilige Knochenstruktur zu entnehmen, die Jahresringe zu zählen und schon ist das Alter des Fisches ermittelt. In der Praxis ist das Leben viel facettenreicher und unregelmäßiger, so dass Sommer- und Winterringe schwieriger voneinader zu unterscheiden sind. Mögliche Störfaktoren könnten milde Winter sein oder die Länge einer Jahreszeit kann stark variieren. Plötzlich und anhaltender Futtermangel kann ebenso ein Unterscheidung zwischen Sommer und Winter erschweren. Eine gewisse Ungenauigkeit ist also immer gegeben, es kann evtl. sogar gar keine Jahresanalyse des entsprechenden Fisches gemacht werden.


>>Wachstumsverhältniss von Barschen an der Lahn bei Marburg und dem Edersee Waldeck/Frankenberg) (2010)

       Lahn bei Marburg           Edersee (Waldeck/Frankenberg)
32cm 8 Jahre32cm 5 Jahre
41cm 12 Jahre40cm 8-9 Jahre
---50cm 11-12 Jahre


Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen und der Ein oder Andere freut sich ab jetzt ein bisschen mehr über Barsche die evtl. nicht ganz so groß gewachsen sind, dafür aber ein stattliches alter besitzen können.

Viel Spass beim Angeln,
euer Christian 

Sonntag, 13. Januar 2013

Silent your Bait


Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass manchmal stille Köder besser fangen. So wie bei den schönen Gummifischen, die machen meistens auch keinen Radau. Die meisten Wobbler haben Rasseln, warum das so ist? Ein Grund ist die passende Aerodynamik. Damit ein Wobbler nach dem Auswerfen gut fliegt, muss der Wobbler mit dem Hinterteil vorweg fliegen, geschieht das nicht, kommt der Köder ins trudeln und fliegt nicht weit. Um dieses zu verhindern, machen viele Hersteller günstige Rasseln in den Köder, die dann beim Auswerfen einfach nach hinten rutschen und so den Köder gut fliegen lassen. Würde man einfach ein festes Gewicht in den hinteren Teil des Wobbler setzen, währe der gute Lauf dahin und der Köder würde mit dem Arsch nach unten hängen bzw. sinken. Ich möchte euch kurz 3 Varianten für eine bessere Wurfperformers vorstellen.

1.) Am günstigsten ist es für den Hersteller einen Wobbler mit Hohlkörper zu bauen. In diesen Hohlraum werden dann die Rasselkugel reingesetzt.



2.) Ein Tungsten-Blei ist auf einem Stahlstab befestigt und kann von hinten nach vorne Laufen. Wenn man auswirft, rutscht das Blei auf dem Starb nach hinten. Beim twitchen rutscht das Bei nach vorne und bleibt an einem Magneten der sich im vorderen Teil befindet hängen.



3.) Ein oder mehrere Kugeln befinden sich in einem separaten Raum im Wobbler. Beim Auswerfen rutschen die Kugeln nach hinten, so das der Köder gut rückwärts fliegen kann. Sobald der Wobbler im Wasser gewitscht wird, rutschen die Kugeln nach vorne und fallen in eine Vertiefung, so dass die Kugeln nicht mehr hin und her rutschen können und somit auch kaum noch Geräusche machen können. Durch einen Bericht von Johannes Dietel bin ich auf die Idee gekommen, meinen Köder doch mal zu bearbeiten. In seinem Bericht hat er nachträglich Kugeln in einen Berkley Frenzy Köder gemacht, um aus einem Floater (schwimmed) einen Suspender (schwebend) Köder zu machen.Für mich eine coole Idee, aber gleichzeitig total der Blödsinn, die Rasseln sollen doch raus und nicht rein. :gruebel:Kleiner spass   ;-)In meinem Fall wollte ich aber die 10 kleinen Rasselkugeln ("rote gepunktete Linie") in meinem Wobbler entfernen bzw. fixieren und so bin ich dabei vorgegangen:Hier ein Mag Squad 115, in ghost Garton. Hierbei sollte man sich als Vorlage einen "ghost" Wobbler des selben Modells nehmen. Dieser "ghost" also "Gespenst/Geist"  ist durchsichtig und man kann dadurch das Innenleben eines Köders erkennen, ohne ihn zu zerstören. Wenn man nun das gleiche Modell der selben Marke in einer nicht durchsichtigen Farbe hat, weiss man ja jetzt wo man nicht Bohren sollte :fiesgrins:Im Bild als "schwarze gepunktete Linie" dargestellt.

 

Was ihr dafür braucht ist ein Wobbler ;-)

Einen Bohrer und 2 Komponenten Kleber aus dem Baumarkt

Diesen Wobbler bohrt ihr dann an der stelle an, in der sich die Kugeln (T-Balls) befindet (siehe Feil auf Foto), die Ihr entfernen oder festkleben wollt. Ich habe mich für das Festkleben entschieden. Hierzu habe ich einen der 9 T-Balls rausgenommen und mit Kleber ersetzt, der dann die andern Kugeln an der Wand kleben lässt. So bleibt der Suspender ein schwebender Köder, wenn man alle Kugeln einfach raus nimmt, wird es schwer diese Kugeln gezielt durch Kleber zu ersetzen. So jetzt sind die Kugeln fixiert und das Loch wird mit dem restlichen Kleber zugeklebt und über dem Loch glatt gesrichen.


 

Wenn der Kleber sich wie Gummi anfühlt, (ca. 3-5 min) feile ich mit einer Nagelfeile meiner Frau :lachen2: (ppssst silent please) den überstehenden Kleber des Loches ab (es geht in diesem Stadium am einfachsten, nachher ist der Kleber sehr hart).Tage später bin ich dann mit dem neue präparierten Köder am Wasser gewesen. Die erste gute Nachricht, es ist kein bisschen Wasser reingelaufen, was mich sehr berühgt hat - immerhin hat der Köder 18 Euro gekostet. Ihr müsst wissen, ich bin nicht gerade der Bastler vor dem Herren. Die zweite gute Nachricht er hält was ich mir von einem stillen Köder erhofft habe.Am darauf folgenden Tag konnte sich der neue Köder gleich unter Beweis stellen.

gruss Christian