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Freitag, 10. Juni 2016

Saisonstart mit neuem Köder – Monserfly von Westin



Dem Winter entflohen, fiebert jeder Raubfischangler dem Ende der Raubfischschonzeit entgegen. Durch eine viel zu schöne und lange Feier, ging es leider erst einen Tag später als geplant ans Wasser. Ziel waren die Stellen, wo vor einem Tag schon all die Hechtspezies ihre Köder präsentierten. Dementsprechend hoffte ich auf nicht zuviel.
Auf dem Weg zum ersten Spot kam eine Fliege für Spinnfischer an den Haken, die Monsterfly von Westin. Ich wollte ihr mal eine Chance geben und wenn nicht am Beginn der Raubfischsaison, wann dann!? Zwei Freunde haben mich auf die Idee gebracht so einen Köder mal zu probieren. Bei unserm letzten Schwedentrip hatte Timo so ein Ding mal gekauft und ausprobiert. Da die Fische in Schweden aber kaum auf einen Köder reagierten, hatte auch dieser Köder keinen Fisch gebracht. Der überzeugende Eindruck den der Köder hinterlassen hatte blieb. Zudem hatte Flo in der Vergangenheit mit einem kleineren Exemplar schon Erfolge von mittleren Hechten verbuchen können. 

97 cm
Gleich am ersten Spot hat ein großer Hecht die Fliege genommen und als ob er genau wüsste, wie man so einen Haken wieder los bekommt, schießt der Fisch in die Strömung und ist für mich und meine 35er Mono nicht mehr zu halten. Die Bremse meiner Rolle läuft und ich hinterher. Ab und zu schaff´ ich es den Hecht in der Strömung zum Kämpfen zu zwingen. Nach 100 Metern habe ich endlich die Oberhand gewonnen und den immer noch wütend schlagenden Hecht in einen strömungberuhigten Bereich dirigiert.


Geil!! Der Köder hat mich und mein Vertrauen gewonnen. Letztes Jahr hatte ich mit dem 17cm S-Waver von Jackson/River2sea ganz ordentliche Erfolge erzielen können. Der Köder hat bei mir in der Kiste einen Platz unter  den Top 3 eingenommen.Die Monsterfly ist auf dem besten Wege dahin!
An einer der nächsten Stellen punktet dieser Köder gleich nochmal. Ein kräftiger Ruck in der Rute, … Fehlbiss. Anders als bei Hartbaits bemerkt de Fisch keinen harten Körper und so konnte er nicht anders als beim nächsten Wurf wieder kräftig zuzubeißen. Durch die ruhige und langsame Köderführung gibt es einzigartige harten Biss.  



Tage später konnte ich mit dem selben Köder gleich 2 Hechte über 90ig fangen.




Zwischen den Tagen des Zweifelns und Scheiterns gibt es die Tage an denen scheinbar alles klappt. Dieses sind neben den erholsamen Tagen und schönen Stunden am Wasser, auch die Momente, die uns immer wieder ans Wasser treiben, um den Stress vom Alltag zu entfliehen. Die Welt dreht sich weiter, aber eben ohne uns. Wir sind am Wasser… .

Die Monsterfly von Westin ist ein Köder, der es in mein Anglerherz geschafft hat. Er wiegt 25g und ist 26 cm lang. Wenn das Hasenfell nass wird, wiegt er satte 46g und lässt sich somit wunderbar werfen. 

Zugegebenermaßen sieht der Köder nass nicht gerade wie eine Fangmaschine aus.
in seinem Element sieht er aber umso fängiger aus...


Also viel Erfolg am Wasser!!

Sonntag, 17. Mai 2015

S–Waver 168S

Jedes Jahr scheint ein neuer Ködertyp auf den Angelmarkt zu kommen. Meistens ist es nicht wirklich etwas Neues, sondern etwas bereits Entdecktes oder nur regional Bekanntes. 
In Amerika gibt es schon seit ein paar Jahren wieder die nächste Welle, mit einer Gruppe von Anglern die ausgerückt sind, um die etwas größeren Fische zu fangen.

Beschaffenheit:
Köder die aus zwei Teilen bestehen, werden schon länger von Glidin Bait Fans benutzt. Diese Baits werden stark unterschätzt, aber genau da liegt ihre Stärke. Viele Fische kennen diese Art von Ködern noch nicht, oder können diesem sehr natürlichen Lauf nicht widerstehen. Die zweiteiligen Plastik Baits sind zum Teil sehr detailliert verarbeitet, was noch von der gewählten Farbe unterstützt werden kann.


Performence:
Ich fische den S-Wave 168 an einem 6 Kg Xzoga Blang (einer Heavy rod) irgendwo zwischen 15 und 55g. Es ist natürlich Geschmacksache, aber für mich lässt sich der Köder am besten mit einer Baitcaster und einer Übersetung von 1:7.0 einholen.
Wenn man die entsprechende Art, den Bait einzuholen, gefunden hat, öffnet einem der S-Waver eine Tür, um große Fische fangen zu können. 


17.04.2015
Es gibt verschiedene Arten diese Köder zu führen/einzuholen. Diese Jungs beschreiben die verschiedenen Köderführungen echt super --> S-wave Köderführung. Bei meinem Gewässer hat sich bewährt 8-15 Kurbeldrehungen mit anschließend 1-3 leichten twitches durchzuführen. Da der Köder recht langsam durch die Wassersäule fällt, etwa 30 cm pro 1-2 Sekunden, ist der Einsatzbereich hauptsächlich auf die flacheren Bereiche beschränkt. Dieses natürlich sinkende Verhalten lässt den Köder ganz anderes Anbieten und Führen, im Vergleich zu einem Gummifisch mit Jig. 
Döbel 62 cm


vergleichbare Modelle:

S-Curver 170 SI           (Balzer)
Real Jerk 170               (Jackson)
Freddy cat walk 170     (Illex)






!!Give this bait a break!!



 

Montag, 27. April 2015

Zwerg am Wasser

Vielen Freunde und Bekannte hatten schon Kinder und ich konnte mir ausmalen, dass es nicht mehr 150 Tage am Wasser werden, wenn der Kleine erst mal da ist.

Nachdem die erste Euphorie über die Geburt verflogen war, und man sich langsam in den neuen Alltag mit Kind eingelebt hatte, grübelte ich, wie der  Nachwuchs am besten für´s Angeln begeistert und eingebunden werden kann. Eines stand fest, der Kleine muss mit, aber wie? Mit dem Kinderwagen oder der Bauchtrage? Während meiner Suche gab es viele Treffer über Bewertungen von begeisterten Wanderern mit Kinder in der Kinderkraxe. Da hatte ich schon mal kräftig Aufwind bekommen, es gibt also Verrückte, die Ihr Kind zum Wandern mitnehmen wollen. Warum auch nicht, es gibt ja auch einen Kinderwagen, um das Kind zum "shopping" mitnehmen zu können, oder zur Fahradtour mit Kinderfahrradanhänger.
Schliesslich ist es der Deuter Kid compfort III geworden. drei alternativen zum deuter kid comfort



Ihr könnt mir glauben, obwohl ich von meiner Idee überzeugt war und bin, bevorzuge ich immer noch ruhige abseitsliegende Stellen. Bis jetzt bin ich mit der Kindertrage noch nicht in der Stadt unterwegs gewesen. Als Angler hat man es ohnehin manchmal nicht leicht, da wird man vom Tierquäler auch noch zum egoistischen Rabenvater.


Es ist natrülich nicht ganz abwägig, dass ein Kind mit 14 Monaten nicht wirklich viel vom Angeln mitnimmt, aber beim Shoppen im Kinderwagen wohl auch nicht.
 Für unseren ersten Ausflug Anfang März suchte ich uns eine schön ruhige Stelle aus. Nicht zu ruhig, Fisch sollte es schon geben.

Beim Angeln mit der Rückentrage ist es für die Kinder mehr als nur "dabei zu sein ".
Wir erleben so scheinbar einfache Dinge, z.B. wie sich zwei Erpel ganz laut um ein Weibchen steiten, hupende Züge vorbei fahren oder wir legen eine Pause ein, um einen Hund zu streicheln (sein Herrchen hat wohl auch die Einsamkeit gesucht). Wir hören verschiedene Vögel zwitschern, viel lauter als in der Stadt.

 Ich bin gespannt wie sich unser gemeinsames Angeln entwickeln wird.

noch ist der Hecht größer

Junge Väter, geht mit euren Kleinen Angeln!

Montag, 6. Januar 2014

Es heißt Abschied nehmen

Im September zeigt es sich schon, dass die Kräfte beginnen sich zurückzuziehen. Die Tage werden merklich kürzer und die Nächte wesentlich kühler. Wir befinden uns mitten im Übergang von warmen Sommer in die dunkle Jahreszeit. Sehnsüchtig schauen wir zurück, als wir noch vor Wochen bei sommerlichen Temperaturen Barsche mit Oberflächenköder zum biss verleiten konnten.
Es heißt nun langsam Abschied nehmen vom Sommer und sich auf die kommende Zeit der Kälte und Dunkelheit einzustellen.



Die sinkenden Temperaturen und kürzer werdenden Tage die der Monat September mit sich bringt, ändern auch das Verhalten der Barsche. Was im Sommer noch bedingungslos von einer Vielzahl von Barschen attackiert wurde, muss sich jetzt mühsam erarbeitet werden.
Der gesamte Fischbestand ist in verschiedenen Wasserschichten verteilt und nicht mehr so leicht zu finden. In den ersten Wochen des Septembers haben wir von 1m bis 12 m Barsche in jeder Wasserschicht gefangen. Ein erfolgreicher Köder war der Swing impact in 2 inch mit 3,5 g – den Beweis ob größere Köder genauso oder sogar besser gefangen hätten, bleiben wir leider schuldig.








In den letzen Tagen des Septembers hat sich unser Angeln in die Nachtstunden verlagert um die Raubfische vertikal zu beangeln. Tagsüber bleiben die Bisse beim vertikalen jedoch aus, da die Fische woanders stehen, als es nachts der Fall ist.
 Wer Tagsüber erfolgreich auf Barsch angeln will, der sollte es mal mit einem Spinner oder tief laufenden Wobbler versuchen. Voraussetzung ist es, einen Platz mit vielen Fischen, oder sogar einen raubenden Schwarm zu finden. Den Spinner lässt man mit der Countdown-Methode in die verschiedenen Wasserschichten absinken und fängt an anzukurbeln.
Nicht nur die Kräfte des Sommers schwinden, sondern auch das Wasser des Edersee.

blick von Brinkhausen

Die Fische stehen nun immer dichter, trotzdem muss der Zielfisch erstmals gefunden werden. Viele Fischschwärme erscheinen auf dem Echolot und versprechen augenscheinlich eine gute Stelle. Wer den Edersee jedoch kennt, weiß dass es viele solcher Schwärme gibt und nicht immer Räuber in der Nähe sind.
Die meisten Fische fingen wir in tiefen zwischen 5 und 12 Metern.












Mittwoch, 1. Januar 2014

Neujahrsangeln

Unsere Freunde aus der Schweiz besuchten uns in Marburg um mit uns Silvester zu feiern. Gegen Mittag des 01.Januar sollte es zum gemeinsamen Angeln gehen.
Ich hätte Bruno gerne den Edersee zum Angeln angeboten, aber aufgrund der wenigen Zeit die uns noch blieb, sind es dann unsere Teiche des Vereins geworden.





Bruno hatte sich aus dem Ruten-Arsenal eine von Ihm selbst aufgebaute Baitcaster, ein 5 kg Xzoga Blank mit einer Shimano Chronarch 201 ausgesucht. Am Wasser angekommen kam ein Rapala X-rap jointed in der Farbe BNK an die Schnur.

Nach wenigen Würfen sah ich plötzlich, wie er einen Fisch im drill hatte.



84er
Zum Schluss unseres gemeinsamen Ausflugs konnte ich es nicht lassen und fragte ihn ob es Ihm was ausmachen würde, wenn ich seine Rute mit dem Köder des Erfolges fischen würde. Schon nach dem zweiten Wurf blieb der Erfolgsköder beim Einholen in Höhe eines Baumes hängen...
96er


Donnerstag, 25. Juli 2013

Top of the Water



Endlich ist es wieder so weit - Topwater auf Barsch ;-)

Früh Morgens ging es mit unserm Boot zu den vermuteten Fangplätzen – doch die Räuber waren nicht ganz so früh wach wie wir. So blieben sämtliche Baits erstmal unangetastet, bis endlich die ersten drei Raubaktionen an der Oberfläche zu seh´n waren und hecktisch von uns angeworfen wurden. Nach einem langem harten Winter und einem spät startenden Sommer sind die Barsche endlich wieder am rauben.

Doch nicht nur die Barsche wollten sich an der kleinen 3cm Brut laben, auch Rapfen holten sich ihren Teil der Beute. Flos „bevy pencil“ wurde mit einem großen Schwall von der Oberfläche gepflückt und brachte mächtig Schwung in seine Edge Master.


Leider ließen nach einer Stunde die Raubattacken komplett nach und wir wechselten die Stelle, in der Hoffnung an einem anderen Platz erneut auf mutige Barsche zu stoßen.
Der Plan ging auf und wir fingen an anderer Stelle ca. 70 Barsche bis 32 cm auf Softjerks - Shad impact, sowie Stickbaits wie water moccasin, dog-x, Bevy pencil usw.


Abseits des Spektakels sah Flo immer wieder hälftige Attacken an der Oberfläche. Wir fuhren aus dem sprudelnden Wasser der raubenden Barsche weg, hinüber zu den gesichteten Attacken. Unsere beiden Oberflächenköder flogen in Richtung der letzten Bewegungen die noch an der Oberfläche zu sehen waren. Flos Köder wurde erneut von der Oberfläche weggeballert und ein kraftvoller Drill entbrannte. Der mit einem Traumfisch, einem  56cm Aland, endete.




Montag, 24. Juni 2013

Ein unvergesslicher Tag...

Angetrieben von der endenden Zanderschonzeit, hieß es für uns wieder "auf zum Edersee".
Da ich zuvor schon einige Informationen bzg. Stellen und Köder eingeholt hatte, stand für uns fest, dass wir es in Asel probieren werden. Also fuhren wir zu dritt um 4 Uhr los, Richtung Talsperre. Niko Lauer, ein Angelkollege begleitete uns bei der Zanderjagt, was sich später als echtes Highlight herausstellen sollte.
Der Morgen wurde leider durch einen Unfall mit größerer Umleitung und einem totgefahrenen Waschbär etwas überschattet, aber das war am Wasser wieder schnell vergessen. Wir ließen unser Boot zwichen Asel und Herzhausen zu Wasser und fuhren zu den alt bekannten Hot Spots - die aber leider fast alle durch ansitzende Uferangler gelegt waren. So war es uns kaum möglich die vermuteten Zanderstandplätze anzuwerfen, trotzdem versuchten wir unser bestes.
Wie auch schon die letzten Wochen zuvor zauberte Laufi mit einem seiner ersten Würfe einen stattlichen Barsch an die Oberfläche. Der rosafarbene FSI hatte mal wieder zugeschlagen. 


Kurz darauf der zweite bessere Barsch auf Gufi von Niko.


Sichtlich davon motiviert jiggten wir die komplette Stelle ab, leider blieb der Erfolg aus und der Wind nahm an stärke weiter zu. Wir wechselten die Stelle und fuhren weiter das Ufer entlang (soweit es der Wind zuließ). Laufi als Steuermann konnte einem da richtig leidtun. Es war kaum möglich das Boot einigermaßen auf Kurs zu halten.
Biss, der nächste schöne Barsch von Laufi kam ins Boot, noch beim abhaken und Fotografieren durch Niko, nutzte ich die Chance auf einen Nachläufer. Ich warf meinen Shaker nur 3 Meter aus und hoffte den Schwarm noch zu erwischen. Nachdem ich den ersten Biss verhauen hatte, saß der zweite und was für einer, 44cm pure Schönheit.



Wow, was ein Auftakt, aber wo waren die Zander?
Wenn man vom Stachel-Teufel spricht, ein starker Ruck an der Baitcaster von Laufi verriet, hier muss was Größeres dran sein. Er konnte den Fisch am anderen Ende der Schnur nicht genau einschätzen, da Chrissi das erste Mal mit Mono auf der Daiwa Sol fischte. Die pufferte viele Kopfschläge weg, aber dass dieses ein Zander war der in die Tiefe wollte, war uns trotzdem klar.


Da auch an dieser Stelle nicht mehr viel ging und wir nicht mehr weiter Fische suchen wollten, fuhren wir an die erste Stelle von heute Morgen. Beim entlangfahren des Ufers, erwischten wir noch ein paar Barsche beim Jiggen.

Angekommen an alter Stelle, brach die Sonne nun immer öfter durch die Wolken und es wurde wärmer. Spitzende Brutfische an der Oberfläche verrieten uns Aktivität. Mit jedem Wurf berührte man dutzende Weißfische, nur die Barsche wollten nicht so recht auf unsere Gummifische einsteigen.

Niko wechselte von Gummi auf Hartbaits, er machte sich einen 79 DD Squirell von Illes (Farbe Bone) an den Snap. Kurze Zeit später fing Niko einen 44er, 46er Barsch und verlor noch einen deutlich besseren Kämpfer...



Wir staunten nicht schlecht!!!  Niko hatte mal wieder den Köder gefunden, zwei so schöne Barsche auf Wobbler - Grund genug auch auf Hardbaits um zu steigen. Ich hatte den Illex noch nicht montiert, da kam der nächste ü40er von Niko zum Vorschein. Jetzt lief es.


Nach weiteren schönen Fischen an die 40 cm, gab es nochmal einen hammerharten Einschlag in meiner Rute. Die Edge Master ging in die Knie und mein Puls in die Höhe.

Wenn das ein Barsch ist, rief ich den anderen zu, ist es ein guter, und so war es. Ein riesiger Fisch lag kurze Zeit später in meinen Händen.


Das Maßband blieb bei 49cm stehen....


wow, mein schönster Barsch. Ich war Happy und konnte es kaum glauben. Wir hatten viele schöne Barsche und es ging noch weiter.

Niko fing einen weiteren ü40er Barsch und wir noch 37-39cm Barsche. Dank Nikos gutem gespühr hatte unser Boot neben vielen 35+ Barschen ganze 11 Barsche über 40ig. 




tight lines, Flo

Samstag, 26. Januar 2013

der verkannte Favorit

Anfang diesen Jahres zu Beginn der Hechtsaison bin ich mit einem Angelkollegen aus meiner Nachbarschaft unterwegs. Mirko hat gerade diesen Jahres begonnen sich  eingehender mit dem Angeln auf Hecht zu beschäftigen. Dabei erzählte er mir von Theorien oder neue erworbenen Erfahrungen. Doch wissen wir alle aus eigener Erfahrung, dass sich manche Theorien als einmaliges Ereignis herausstellen. 

Genau daran musste ich denken, als er mir einen 4er Spinner von Zebco präsentierte, an den er noch eine Hairy Mary auf den Drilling aufzieht. 
Ich konnte nicht glauben, dass dieser komische Köder was taugen soll. Mirko versicherte mir, er habe damit schon einen 80er Hecht gefangen, und kein anderer Köder konnte den Hecht verführen.  
Er hätte mir erzählen können was er wollte, ich würde im Leben nichts von diesem scheiß Köder halten - eher hätte ich ihm Mitleid entgegen bringen können.
Wir angelten zu dritt einen ganzen Tag und blieben alle ausser Mirko Schneider. Ihr werdet es schon ahnen - es war ein Spinner mit Gummi, der den Tag rettete. Ich war mächtig beeindruckt von dieser Situation, da hatte uns doch ein drittklassiger Köder alt aussehen lassen.
Monate später wollte ich bei einer Lahntour mit Flo, dieser Köder-Kombination eine Chance geben. Ich erntete die gleichen Blicke von FLo, die ich damals Mirko entgegen gebracht hatte. 
Schon der erste Wurf brachte einen 28er Barsch, dem ein schöner ü70er folgte. 






Die gesamte Strecke des Flusses fing dieser Köder noch 2 weitere Hechte und Flo mit seinem Minnow nicht einen Fisch.  


Spinner mit Hairy Mary 4:0 Minnow


Am letzten Spot angekommen änderte sich die Wassertiefe und Strömung. Sowohl die Strömung als auch die Wassertiefe nahm zu.
Direkt an der Kante zum tieferen Wasser fing Flo einen Fisch für unser Gewässer einen ordentlichen Barsch von 35cm. Wow, Respekt so ein schöner Barsch-für den hätte ich doch glatt alle Hecht eingetauscht.




Wenn DU denkst Du hast gewonnen, steh ich irgendwann vor Dir und flüstere leise GAME OVER ins Ohr.



Aus meinen Augenwinkeln sah ich Flo, wie er gerade einen ü40er Barsch aus dem Wasser zehrt. In wenigen Schritte war ich bei Ihm und vor unseren Füßen lag ein Lahn-Moppel von Barsch. Man, wie sehr er sich über diesen Fisch freuen konnte, da viel es mir nicht schwer mit seiner Welle von Euphorie mit zu schwimmen. 


noch mal ein ganz dickes Petri von mir 






Köder war ein Slender Pointer 82 MR Suspending von Lucky Craft. Dieser Köder ist noch etwas besser für unsere heimischen Barsche geeignet, den der Selnder Pointer ist von den Amerikanern für die kleineren smallmouth bass entwickelt worden und besitzt daher eine schlankere Form (Slender = schlank,schmal). Der Pointer mit seiner gedrungeneren Form soll eher den largmouth bass ansprechen.








Samstag, 19. Januar 2013

Kunstköder vs Köderfisch

Es ist Wochenende und das Thermometer bleibt bei - 5 Grad Celsius stehen. Ich habe mir, außer mit meiner Familie ein paar schöne Stunden zu verbringen, nichts vorgenommen.
Kurzer Hand habe ich mir, nach einem schönen Frühstück mit dem Zwerg und meiner Frau, mein Handy genommen und meinen Kumpel Chrissi angerufen. Den Angelplan im Hinterkopf, war es ein Leichtes, Chrissi von einem kleinen Ausflug zu überzeugen. Nach einem kurzen Gespräch war klar, wir werden unsere Ruten heute nicht im Zimmer stehen lassen.
Am Wasser angekommen, dauerte es nicht lange bis Chrissi um die Ecke kam.
In der Zwischenzeit hatte ich meine Jigge schon aus dem Auto geholt und mit einem kleinen Gummi bestückt. Chrissi hingegen bevorzugte einen Köderfisch am System. Was bei dieser Witterung nicht die schlechteste Lösung ist. Die Räuber stehen bei diesen Temperaturen meist lethargisch am Grund.
Ich hingegen habe die Erfahrung gemacht, dass ein kleiner Gummi mit einem Jigkopf von max. 5g oft noch einen Hecht aus der Reserve locken kann.
Gesagt getan, begann nun das Duell, Kunstköder vs Köderfisch.
Nachdem die ersten Würfe nicht den gewünschten Erfolg brachten, bekam nun Chrissi den ersten Biss. Er gab Schnur und Schnur, nahm Fühlung auf...Anhieb...ins Leere. Mist!
Nochmal, wieder ein Biss. Nach einem beherzten Anhieb war auch diesmal kein Hecht am anderen Ende.
Die Untersuchung des Köderfischs nach Bissspuren ergab, dass der ersehnte Hecht wohl leider ein Stein oder eine andere Unebenheit war.





Am letzten Spot angekommen, durchgefroren und noch schnell einen anderen Köder montiert, kam dann doch noch der erste und letzte Biss auf Gummi.
Ein kleiner Hecht nahm den Shaker und wurde nach einem schnellen Foto wieder zurück in sein Element entlassen.

1:0 und somit auch der Endstand im Duell Kunstköder vs Köderfisch.